Hemmas Geschichte
Vielleicht kennst du Hemma schon aus unserem Newsletter. Vor einigen Jahren haben wir sie durch eine Sprachnachricht kennengelernt – damals war sie gerade einmal vier Jahre alt. Denn inzwischen ist musikalisch einiges passiert. Und da wäre noch eine Frage, die Hemma schon sehr früh beschäftigt hat:
„Gibt es keine Komponistinnen?"
Aber beginnen wir von vorne.
Wenn ein paar Notenzeilen einfach nicht reichen …
„Als ich noch klein war, wollte ich unbedingt Noten lesen und schreiben lernen, weil in mir so viel Musik ist."
Also malte Hemmas Mama zunächst riesengroße Notenzeilen auf, in die Hemma kleine Pickerl kleben konnte. Nur: Das reichte ihr nicht lange. So ein Blatt mit ein paar Noten war schließlich ziemlich schnell voll. 😉
Dann bekam Hemma einen Lehrer, der ihr beibrachte, die Note, die sie sieht, gleich zu spielen. Und ihre Patin schenkte ihr die pinken Theoriesteine.
„Mit beidem zusammen ging es richtig los."
Vor allem eines war Hemma dabei wichtig: Sie konnte selbstständig damit arbeiten. Die Bilder und Rätsel machten ihr Spaß – und weil sie neben Klavier auch Viola spielt, war es für sie praktisch, alle drei Schlüssel parallel in der App zu trainieren. Nach und nach kamen weitere Theoriesteine-Bände dazu.
Hemma lernte damit immer dann weiter, wenn sie gerade Lust hatte und sie ein Thema interessierte. Später nutzte sie die Bücher und die LernApp auch zur Vorbereitung auf ihre Musikschulprüfungen und ihre beiden kirchenmusikalischen D-Prüfungen – Klassik an der Orgel und Popularmusik am Klavier.
Manchmal wanderte die Theorie sogar mit in den Bus:
„Oft hab ich das auf der Fahrt zur Uni im Bus mit der App gemacht, das war echt praktisch."
„Gibt es keine Komponistinnen?"
Doch Hemma wollte nicht nur wissen, wie Musik funktioniert. Als sie begonnen hatte, Klavier zu spielen, interessierte sie auch, wer die Musik geschrieben hatte, die sie gerade entdeckte.
Und dabei fiel ihr etwas auf: In ihren Noten fand sie nur Komponisten – also Männer. Also fragte sie ihre Mama:
„Gibt es keine Komponistinnen?"
Und dann begannen die beiden zu forschen. Natürlich gab und gibt es sehr viele Frauen, die Musik komponiert haben und komponieren. Hemma beschäftigte sich mit ihren Geschichten und ihrer Musik – und daraus entstand bereits im Alter von vier Jahren ein eigenes Projekt über Komponistinnen.
Mit sieben Jahren überarbeitete sie es für einen Kinderbuchpreis. Dort war allerdings kein Sachbuch gefragt. Die Geschichte war damit trotzdem nicht zu Ende.
Hemmas Papa, selbst Historiker und mit Buchprojekten vertraut, half ihr schließlich dabei, dass daraus ein gedrucktes Buch werden konnte.
Ein Buch, das Mut machen soll
Heute können Kinder und Jugendliche in Hemmas Buch selbst auf Entdeckungsreise gehen und Komponistinnen und deren Musik kennenlernen.
Dabei geht es Hemma nicht darum, mit ihrem Buch Geld zu verdienen. In ihrer Nachricht an uns hat sie sehr klar geschrieben, warum sie das Projekt gemacht hat: Sie möchte, dass es anderen Mut macht. Und einen Satz von Hemma finden wir besonders schön:
Ich möchte einfach, dass Komponistinnen so selbstverständlich sind wie Polizistinnen oder Direktorinnen.
Hemma Bach
Wir möchten Hemmas Idee weitertragen 💛
Als Hemma uns von ihrem Buch erzählte, mussten wir an die Vierjährige zurückdenken, die uns vor einigen Jahren eine Sprachnachricht geschickt und sogar auf Fehler in unserem Buch aufmerksam gemacht hatte.
Heute hat sie selbst eines gemacht.
Komponistinnen — von Hemma Bach
Kinder und Jugendliche können in Hemmas Buch selbst auf Entdeckungsreise gehen und Komponistinnen und deren Musik kennenlernen.